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1. Herren, Herzhorns „Erste“ konzentriert beim THW-Nachwuchs

13.11.2017

Mit dem Rückenwind vom letzten Wochenende beim Heimspiel gegen die SG Hamburg-Nord reisten die Männer des MTV Herzhorn am Samstagnachmittag in die Landeshauptstadt. Nach gespielten 60 Minuten musste sich die U23 des Bundesligaclubs mit 23:32 (10:11) geschlagen geben.

Bereits das Training des MTV Herzhorn konzentrierte sich im Vorfeld auf die Spielweise der Spieler von THW-Trainer Patrick Mielke, welche einen schnellen und ballgewandten Handball spielen und auch defensiv mit einer offen ausgerichteten Abwehr die Teams der Schleswig-Holstein Oberliga herausfordern. Drum durchzogen sich die Einheiten von Trainer Manfred Kuhnke mit intensiver Beinarbeit und der Laufbereitschaft, um schlussendlich die Kieler Abwehr aus der Formation zu bringen. Weiterhin sorgte eine gemeinsame Spiel- und Berichtsanalyse für taktische, in diesem Fall aber auch motivierende Stimmung in der Mannschaft. So schickte „Kuno“ eine Mail herum, in der der MTV Herzhorn vergleichend zum letzten Jahr erneut als „Absteigerkandidat“ von Patrick Mielke tituliert wurde. Der innerliche Kampf war geweckt!

So starteten die Kuhnkeschützlinge um 15.15 Uhr in Herzhorn, kamen pünktlich um 16.30 Uhr, eineinhalb Stunden vor dem Spiel in der Helmut-Wriedt-Halle an, stimmten sich in der Kabine und beim Aufwärmen ein. Auch Trainer Manfred Kuhnke konnte aufgrund eines vollen Kaders wieder aufatmen: Sebastian Lipp, Hendrik Meyn und Ludger Lüders waren vollständig genesen und einsatzbereit. Lediglich Birger Dittmer (Verletzung am Fuß) und Nico Bielefeld (Rückenschmerzen) brachten ihren Beitrag von der Seite ein.

Pünktlich um 18.00 Uhr pfiff das Gespann Boehmke & Scharffenberg die Partie vor 85 Zuschauern an. Es startete ein ausgeglichenes Punktspiel. Der MTV Herzhorn ging in der dritten Minute vorerst mit zwei Treffern in Führung ehe die Zebra-Junioren nach zehn Spielminuten durch Simon Seebek zum 3:3 ausglichen. Im weiteren Verlauf konnte sich keiner der beiden Kontrahenten absetzen. Zwar trafen die beiden starken Rückraumspieler Hendrik Meyn und Theo Boltzen mehrfach die Maschen hinter THW-Keeper Tim Wendt, doch glich die Heimmannschaft unter anderem dreimal per 7m-Erfolg aus. Für die Herzhorner Führung zum 10:11 Halbzeitstand traf Sebastian Lipp in der 30ten Minute. Der Kampf auf der Platte war spürbar, dennoch fehlte den Spielern Kuhnkes der Biss und Drang zum Tor, um sich von dem Tabellendritten abzusetzen. War hier die Erfahrung des Trainers gefordert? Mit einer Einwechslung von Iven Pfeiffers bekam Lutz Wamser eine wichtige Pause.


Der Startschuss für die zweite Halbzeit. Nach einem 12:12 Unentschieden in der 34 Minute glückte der Eingriff. Pfeiffers, Meyn, Meisik, Lipp; die erste vier Tore Führung für die Gäste war perfekt. Ein Ruck ging durch die Mannschaft. Nun hatten die Herzhorner es tatsächlich selber in der Hand, der tabellarische Abstand war vergessen, es galt nur noch eins: Der Sieg. Kiels U23 geriet ins Schwanken, ging es nun doch hart ins Gefecht, kamen sie der Abwehr um Ludgar Lüders zu nahe und spätestens nach dem 14:19 nach zwei Drittel der Spielzeit wurde es auch dem Trainer der Gastgeber zu heiß. Ein Time-Out sollte die Partie neu lenken. So kam der THW durch einen Doppelpack von Phillip Stiller noch einmal auf drei Tore ran, ehe der MTV einen wahren Lauf hatte. Lutz Wamser wurde erneut eingewechselt, erhöhte auf vier und fünf Treffer Vorsprung, aus einem 20:25 (52. Min.) wurde vier Minuten später ein 20:29 durch Theo Boltzen. Die Freude war nicht nur ihm ins Gesicht geschrieben; nein, die ganze Mannschaft feierte bereits hier die Kehrtwende! Die Bank stand klatschend und begeistert am Spielfeldrand. Weitere vier Minuten später waren erneut wichtige zwei Punkte eingefahren. Endstand (23:32). Das „Ohhh...“ hallt wohl noch heute in der Helmut-Wriedt-Halle nach.

Doch befinden wir uns in der Hinrunde, das heißt, dass die Männer wachsam bleiben, sich erneut für das nächste Spiel gegen Aufsteiger TuS Aumühle-Wohltorf konzentriert vorbereiten müssen.

Torschützen: Theo Boltzen 11 (4), Hendrik Meyn 8, Sebastian Lipp 4, Malte Meisik 3, Iven Pfeiffers 3, Lutz Wamser 2, Lars Wamser 1



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