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Rückblick: DHB-Pokal vor 30 Jahren

09.11.2011

Rückblick in der Vereinsgeschichte, DHB Pokal vor 30 Jahren.

Anlässlich der 2.Runde des DHB-Pokals des Männer gegen den TSV Hannover-Burgdorf wagen wir einen Rückblick 30 Jahre in die Vergangenheit.

Damals war es die große Zeit der Herzhorner Handballer: Im Team standen Größen wie der heutige Bürgermeister Herzhorns und Olympiateilnehmer 1972 Klaus Lange und der amtierende Vereinsvorsitzende Bernd Heiden. Auch im Team der heutige Trainer der 1. Herrenmannschaft des MTV Herzhorn Manfred Kuhnke.

Vor 30 Jahren hieß es im Viertelfinale des DHB-Pokal ebenfalls Oberliga gegen Bundesliga. Zu Gast damals der TuS Nettelstedt mit dem damaligen Rekordnationalspieler Herbert Lübking. Mit einer Riesenleistung wurde das Bundesligateam eindrucksvoll mit 23:20 besiegt. In der Glückstädter Sporthalle herrschte eine unbeschreibliche Begeisterung unter den Zuschauern. 60 Minuten lang dröhnten die MTV-Rufe durch die Halle.

Rekordnationalspieler Herbert Lübking und seine Kameraden beglückwünschten die Herzhorner Spieler nach dem Abpfiff zum Erfolg und wünschten für die weiteren Aufgaben viel Erfolg. Alle Herzhorner Spieler waren in einer blendenden Form, und Spielertrainer Klaus Lange hatte seine Mannschaft meisterlich auf den Gegner eingestellt. Der Erfolg wurde in Herzhorn bis in die tiefe Nacht gefeiert.

Bereits in der ersten Spielminute wußte Klaus Lange mit einem Unterhandwurf, für die l:0-Führung zu sorgen. Bis zur neunten Minute konnten die Nettelstedter die Herzhomer Führungstreffer jeweils wieder ausgleichen, und so hieß es 4:4. Ein herrliches Sprungwurftor von Klaus Lange brachte die 5:4-Führung, und Torhüter Mühle wurde entnervt ausgewechselt.

Am eindrucksvollsten bei Nettelstedt bis zur diesem Zeitpunkt der jugoslawische Nationalspieler Demirovic. Zwischen der 10. und 23. Spielminute hatten die Blau-Gelben ihre ganz großen Szenen. Torhüter Reimer Hinrichs hielt hervorragend, und im Angriff wurden kaum zu übertreffende Leistungen geboten. So zog der MTV auf 13:7 davon. Die Nettelstedter wären von der Spielstärke der Herzhorner überrascht, und es machte sich Unruhe in der Mannschaft breit. Mit dem Pausenpfiff ein Meisterstück von Klaus Lange, als er einen Freiwurf direkt zum 14:9 verwandelte.

In der Halbzeitpause stellte Spielertrainer Lübking seine Mannschaft neu ein. Klaus Lange und Bernd Heiden erhielten jeweils einen Sonderbewacher. Eine schöne Einzelleistung durch Klaus Hinrichs ergab in der 32. Minute das 15:9. Noch einmal bäumten sich die Nettelstedter auf und hatten für 15 Minuten die besseren Szenen. Insbesondere der frühere Hamburger Nationalspieler Peter Pickel hatte endlich Torerfolg. In der 47. Minute hieß es nur noch 18:17.

Das Spiel drohte zu Gunsten der Gäste zu laufen. Jetzt bewiesen die Blau-Gelben hervorragende Kondition. Sie bauten den Vorsprung innerhalb von vier Minuten auf 21:17 aus. Als Dieter Pietrasch sieben Minuten vor dem Abpfiff das 22:18 mit der Linken erzielte (ein herrliches Vorteiltor), war der letzte Widerstand bei den Bundesligisten gebrochen. In der Schlussphase gab es noch zwei Zeitstrafen für Manfred Kuhnke und Bernd Heiden. Aber auch in der Unterzahl war der MTV gleichwertig.

Großer Jubel auf den Rängen beim Schlusspfiff und die Frage nach Eintrittskarten für das Halbfinale. Im Herzhomer Team gab es an diesem Tage keinen Ausfall. Die beiden Exnationalspieler Klaus Lange und Bernd Heiden bewiesen ihre große Klasse. Sie waren die schillernden Figuren dieses Pokalkampfes und stellten die zahlreichen Nationalspieler der Gäste in den Schatten.

Überdies hatte Klaus Lange seine Mannschaft glänzend eingestellt. Die Kreise des 91-fachen internationalen Heiner Möller engte Klaus Hinrichs weitgehend ein. Detlef Bernecker machte gegen Peter Pickel sein bisher bestes Spiel für den MTV. Enorm stark die Mittelachse (5-1 Abwehrformation) mit Manfred Kuhnke und Dieter Pietrasch. Torhüter Reimer Hinrichs war ein reaktionsschneller Schlussmann mit hervorragenden Paraden. Großartig wusste er einen Siebenmeterball von Peter Pickel abzuwehren. Glänzend der Einsatz aller Spieler. Nettelstedt hatte in Becker einen ausgezeichneten Schlussmann. Herbert Lübking wußte gegen Klaus Lange wenig auszurichten. Imponiert haben Demirovic, Möller und Willisch. Den beiden amtierenden Schiedsrichtern Reimers und Schunke aus Hamburg wurde von allen Seiten eine ausgezeichnete Leistung bescheinigt.

MTV Herzhorn: Reimer Hinrichs, Rainer Rathjens nicht eingesetzt. Hans-Werner Kruse, Lüder Meyn, Thomas Meyer (ein Tor), Horst Wirsing, Manfred Kuhnke (zwei Tore), Klaus Hinrichs (ein Tor), Bernd Heiden (neun Tore), davon 3 mal Siebenmeterball, Dieter Pietrasch (drei Tore), Detlef Bernecker, Klaus Lange (sieben Tore).
TuS Nettelstedt: Möhle erste bis zehnte Minute eingesetzt, Becker 11. bis 60. Minute eingesetzt. Demirovic (sechs Tore, davon zwei Siebenmeterbälle). Eicher (ein Tor), Möller (vier Tore), Lübking (ein Tor), Pickel (vier Tore),. Gast (ein Tor), Schmiedekamp. Kolling (ein Tor). Zuschauer: 800. Hinausstellungen: zwei Minuten Heiden und Kuhnke Herzhorn, Demirovic Nettelstedt







Im Halbfinale war dann der große VfL Gummersbach in der Sporthalle Glückstadt-Nord zu Gast. Mit dem vierfachen Europapokalsieger und siebenfachen deutschen Meister VfL Gummersbach kam allerdings das Pokal-Aus für den MTV Herzhorn.

Erst in der Endphase des hochinteressanten Spiels in der Glückstädter Halle konnten die Gäste den 17:11-Sieg sichern. Das Ergebnis gibt den Spielverlauf keineswegs richtig wieder. In der 49. Spielminute warf Bernd Heiden beim Spielstand 10:10 den Ball an das Lattenkreuz, und im Gegenzug sorgte Westebbe für das 11:10 der Gummersbacher. Noch einmal ein Aufbäumen der Blau- Gelben sieben Minuten vor dem Abpfiff, aber Bernd Heiden scheitert mit einem Siebenmeterball an dem gut reagierenden Torhüter Marker.

Vor 1200 Zuschauern lieferten die Steinburger in der Glückstädter Sporthalle dem hohen Favoriten einen großen Kampf, und die Handballfans sorgten für eine tolle Stimmung. Bereits am Freitag waren die Gummersbacher angereist. Am Sonnabend trainierte die Mannschaft in der Spielhalle und bereitete sich so äußerst intensiv auf das Pokalhalbfinale vor.

Die umfangreichen organisatorischen Maßnahmen wurden durch den MTV gut getroffen. Zahlreiche Gäste aus Sport und Politik konnten begrüßt werden. Um 19 Uhr pfiffen die Schiedsrichter Wernitz und Sieber aus Berlin des Spiel an.

Beide Mannschaften begannen in vermeintlich bester Besetzung. Klaus Lange prüfte Torhüter Marker nach 50 Sekunden mit einem Aufsetzer. Im Gegenzug durch Noide das 1:0. Nun folgten vor beiden Toren spannende Situationen. Nach dem Ausgleich durch Bernd Heiden schafft Dieter Pietrasch mit einem herrlichen Torwurf die 2:1-Führung. Die Gummersbacher Abwehr steigt enorm hart ein. Heiner Brandt hält Klaus Lange fest und zerreißt das Hemd.

Nach zwölf Minuten ist der Spielstand 3:3. In der Folge wehrt Torhüter Reimer Hinrichs Sprungwürfe von Wunderlich und Deckarm hervorragend ab. Unter dem Jubel der begeistert mitgehenden Zuschauer gelingt Herzhorn durch Heiden und Lange die 6:3-Führung.

Schlagheck und Feldhoff mussten bis zu diesem Zeitpunkt wegen Foulspiels für jeweils zwei Minuten auf die Strafbank. Dank der schwachen Schiedsrichter konnten die Gummersbacher bis zum Pausenpfiff zum Ausgleich gelangen. So gab es zwei Strafschüsse für Gummersbach, wobei Heiner Brandt Klaus Lange einmal in den Torkreis drückte und keinerlei Torversuch unternahm. Als Heiden und Kuhnke dagegen siebenmeterreif gefoult wurden, blieb die Strafwurfentscheidung aus. Bereits ab 23. Minute wurde mit Klaus Westebbe ein Sonderbewacher für Klaus Lange abgestellt. Bis zur Halbzeitpause war die Spannung erhalten geblieben.

Für die Gummersbacher sollte die Entscheidung gleich nach dem Wiederanpfiff fallen. So hatte es sich Trainer Vucenic vorgestellt. Seine Mannschaft ging auch enorm konzentriert ins Spiel. Der viel gelobte Wunderlich nutzte einen Tempogegenstoß zur 7:6-Führung. Ansonsten enttäuschte der Zweimeter-Mann arg. In der 35. Minute hieß es durch die Linkshänder Schlagheck und Feldhoff 9:6. Aber die körperlich weit unterlegenen Herzhorner bewiesen ihre großartige Verfassung und forderten den Gegner erneut. Der 10:10 Ausgleich war in der 49. Minute erzielt, und wäre der Wurf von Bernd Heiden vom Torholz nicht abgeprallt, dann hätte es sicherlich noch eine heiße Schlussphase gegeben. Die Möglichkeit auf 11:12 zu verkürzen, vergab Heiden, als er mit einem Strafwurf an dem ausgezeichneten Torhüter Marker scheiterte. Damit war auch eine Vorentscheidung gefallen. In den Schlussminuten riskierten die Herzhorner im Angriff mehr Torwürfe und mussten so noch einige Gegentreffer hinnehmen.

Insgesamt ein großartiges Handballspiel. Die Steinburger konnten den hohen Favoriten für gut 50 Minuten ein .ausgeglichenes Spiel liefern. Leider enttäuschten die amtierenden Schiedsrichter aus Berlin. Mit ihren Entscheidungen benachteiligten sie den Gastgeber mehrfach. So mancher Zuschauer sehnte sich da nach dem Unparteiischen Schunke und Reimers (Hamburg) aus dem Spiel gegen Nettelstedt.

Dem MTV Herzhorn darf man zur großen Leistung beglückwünschen. Nicht nur in sportlicher sondern auch in organisatorischer Hinsicht war der MTV erstklassig. Mit dem überragenden Torhüter Reimer Hinrichs sowie Klaus Lange und Bernd Heiden sind die herausragenden Spieler genannt. Großartige Arbeit in der Abwehr leisteten Klaus Hinrichs, Manfred Kuhnke und Dieter Pietrasch. Beim VfL Gummersbach wusste Westebbe, Brandt und Torhüter Marker am besten zu gefallen.

MTV Herzhorn: Reimer Hinrichs, Rainer Rathjens nicht eingesetzt. Hans-Werner Kruse, Lüder Meyn, Thomas Meyer, Horst Wirsing, Manfred Kuhnke, Klaus Hinrichs, Bernd Heiden sechs Tore, davon zwei Siebenmeter, Dieter Pietrasch ein Tor. Detlef Bernecker, Klaus Lange vier Tore.

VfL Gummersbach: Marker, Schumacher nicht eingesetzt. Brandt zwei Tore, Henkels, Schlagheck ein Tor, Feldhoff zwei Tore, Krokowski, Glodde, Westebbe fünf Tore, Wunderlich ein Tor, Noide drei Tore, Deckarm drei Tore, alles Siebenmeterbälle.

Schiedsrichter: Wernitz und Silber aus Berlin. Zuschauer 1200.







Weitere Berichte zur Rückblick-Reihe sind hier zu finden.



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